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© muammerokumus

Eigentlich gibt es das Wort "Anfängerprogramm" ja nur im Hurenjargon – Sex zum Anfüttern, sozusagen – natürlich nur für Männer. Dabei ist die Attraktion ja, "auf schön" verführt zu werden, mit all dem, was Frauen dem Mann so bieten können: Dir richtigen Stellen finden und sie so behandeln, wie man das eben als erfahrene Frau tut: Lippen, Mundhöhle und Zunge spielen die Hauptrolle – und wenn er vor lauter Begeisterung über die schöne Behandlung dann gleich "kommt" ist die Sache auch schnell erledigt – nur, wie er wirklich mit einer Frau umgehen kann, lernt der Mann dabei nicht – Künstlerpech?

Zwei Fragen hätte ich noch zusätzlich: Warum überlässt man die männlichen Anfänger eigentlich immer den Huren – ich meine: Haben die nicht verdient, dass sich mal eine erfahrene Frau über 30 erbarmt? Zu heikel?

Die zweite Frage ist beinahe noch heikler: Für Frauen gibt es kein Anfängerprogramm – weder für die aktive Verführung noch dafür, wie man sich selbst beim Sex gut fühlt. Klar kann man einen Teil davon lernen, wenn man sich ein bisschen mit Dildos vorbereitet und die passenden Freundinnen oder Freunde hat.

So – und nun? Sollte es vielleicht Liebesschulen geben? Oder ist es ganz egal, bei wem man die Liebe lernt?

Was meint ihr?