Billie Piper und "The Secret Diary of a Call Girl"

Nachdem der erste Teil der Serie "The Secret Diary of a Call Girl" nun erstmals gelaufen ist, beschäftigt sich fast die gesamte britische Presse mit dem Film – und natürlich mit der Darstellerin der "belle de Jour", Billie Piper. Die Kritikerin der Times will immerhin gesehen haben, dass die Piper drei Blowjobs zu spielen hatte und zwei Mal gewöhnlichen Geschlechtsverkehr – muss gut mitgezählt haben, die Frau, die sich natürlich auch Gedanken darüber macht, was denn die Jugend vor den Fernsehern dazu sagt.
Immer wieder taucht auch die Frage auf, ob man "Prostitution" so darstellen könne, wie es im Film der Fall ist – sie sei doch in "Wahrheit" ganz anders. Doch wer kümmert sich im Kino eigentlich sonst um die Wahrheit? Das Publikum will aufregende erotische Geschichten, in denen Sex, Geld und Macht eine Rolle spielen – und nicht Blut und Tränen. Der "Scotsman" lässt denn auch eine Frau zu Wort kommen, die es wissen muss und nicht das übliche dumme Zeug über die "armen Mädchen auf der Straße" hervor betet: Isobel Knight .
Soweit ich die Dinge im Internet verfolgen konnte, spielt Billie Piper die Rolle der Belle, die ja eigentlich eine Doppelrolle ist, sehr glaubwürdig. Aber eine Rolle ist eine Rolle und das Leben ist das Leben – und im Leben sollte eine junge, eher naive Schauspielerin keine Äußerungen über das Leben einer Hure machen.
Auch in: Metro, whatsontv und natürlich – in der SUN.
Eine der umstrittenen Szenen: Billie Piper dressiert als "Belle" mit Reitpeitsche einen Kunden, der als Pferd dominiert werden will.
