Bitte Aspirin und einen Vibrator
Schwedens Apotheker haben einen neuen Umsatzträger: Sexspielzeuge, besser als Dildos oder Vibratoren bekannt. Denn seit Juni dieses Jahres dürfen sie auch Sexspielzeuge für Frauen verkaufen (ja, richtig gelesen – ausschließlich für Frauen).
Wer Schweden kennt, weiß, dass hinter der angeblich lustvollen Fassade manche vermuffte Bürgeridee lauert:" Sex gut – Erotik pfui" könnte man als kurze Formel darüber setzen. Weil das so ist, sind auch Pornoshops nicht gerade ein Lieblingsaufenthaltsplatz der Schwedin – und dort hätte man die Lustmacher ja sonst gekauft.
Jetzt also dürfen die apothekerin und der Apotheker ran – und die reiben sich die Hände über den unverhofften Umsatz, den ihnen die Zusammenarbeit mit dem "Reichsverband für sexuelle Aufklärung" brachte.
Der liegt damit genau auf der medizinischen Linie: schon vor über 100 Jahren verschrieben Ärzte den Vibrator zur Behandlung der Frigidität bei Frauen.
Ach ja, Männer – da habe man noch keine "Qualitätsprodukte" gefunden hieß es auf Pressenachfragen – also müssen schwedische Männer wohl weiterhin auf die Reibung des Händchens bauen – oder in eines dieser Pornoshops gehen – vorbei an nasenrümpfenden vornehmen Schwedinnen.
Gelesen in: Die Standard.
