Cybersex - ist das Ehebruch?

Seit es das Internet gibt, ist Cybersex ein Zauberwort, das auf manche Menschen wirkt wie eine Droge: Flirten auf Teufel komm heraus, mit Orgasmen – aber ohne seine Partnerin oder seinen Partner zu sehen.
Früher ging das so: Die eine Hand an der Maus – die andere streichelte die Stelle, an der die Liebe ihre feuchten Anteile hat. Zuerst war die Sache schwierig: Meist suchten Männer Kontakte zu Frauen – und von denen gab es zunächst ganz wenige im Internet.

Weil das so war, tauchten bald Erotik-Chats auf – und in manchen von Ihnen meldeten sich dann auch bezahlte Hausfrauen an, die als sexy Blondmiezen das anboten, was der lechzende Jüngling sich vorstellte: eine geile Mieze am anderen Ende., die ihm das Blut in den Penis treibt.

Inzwischen ist Cybersex nicht mehr alleine Schrift, sondern auch Bild und Film – und neben privaten Flirts gibt es immer mehr Anbieter für bezahlten Cybersex.

Was, wenn ein verheirateter oder anderweitig gebundener Mensch eine heiße Cybersex-Affäre hat? Oder wenn eine verheiratete Frau eine heiße lesbische Affäre via Cybersex hat? Ist das bereits "Ehebruch"?

Wissenschaftler meinen: Es kommt auf das Paar an – und vergleichen die Sache mit analsex: Wenn man es vorsichtig und geschützt macht, schadet es dem Partner nicht. Die Erotikautorin Violet Blue schrieb ausführlich darüber in SF-Gate.