Dänisches Weihnachtsfrühstück: Wie kam ich nur in dies Bett?

Alle Jahre wieder wachen Tausende Däninnen auf und fragen sich: Wie kam ich eigentlich in dies Bett? Und was genau haben wir heute Nacht eigentlich gemacht? Dabei sollte eigentlich klar sein, was beide gemacht haben: gebumst. Meistens trägt mindestens der Mann einen Ehering, oft aber auch beide. Weniger als ein Dutzend aquavit plus etliche Biere dürften keiner der beiden getrunken haben – es ist Weihnachtsfrühstückszeit in Dänemark.

Danach drohen Ehefrauen mit Scheidungen, werden Möbelpacker aktiv, weil die Frauen schnell bei der Hand damit sind, auszuziehen (und später wieder einzuziehen, aber das nur nebenbei) und die jungen Mädchen machen Schwangerschafts- und HIV-Tests. Alle Jahre wieder.

Wie das zustande kommt? Es gilt als dänisches Geheimnis, ist aber einfach zu erklären: Man säuft so viel, bis jede Hemmung fällt, denn der Chef muss vor allem reichlich teuren Aquavit spendieren, damit ein "Weihnachtsessen" rund wird – und eben jener Aquavit tut dann – zusammen mit etlichen anderen alkoholischen Getränken – seine Wirkung – man muss gar nicht mehr schwach werden – man fällt sozusagen von selbst miteinander ins Bett, beglückt den anderen noch mit ein paar heftigen Hüftbewegungen und schläft dann ein.

Glückliches Dänemark? Eigentlich schon. Wenn die Angst nicht wäre, schwanger zu werden – oder infiziert, oder eben geschieden.