Dating: Männer sind gut – und leicht zu pflücken
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Email von einer alten Freundin. Die schrieb mir, dass das Leben gerade herrlich wäre – sie sonnt sich darin, eine echt attraktive Frau zu sein und von jedem begehrt zu werden, kurz – sie schwebt im siebten Himmel – oder sagen wie mal besser: In mehreren siebten Himmeln.
Da schreibt sie zum Beispiel: "Ich weiß gar nicht, warum die anderen Weibsen immer rumzicken – seit vier Monaten bin ich wieder Solo, und ich kann mich vor Angeboten gar nicht retten".
Wie sie das macht? Einfach ausgehen, irgendwie. Männer anlächeln, keine Trübsal blasen – höchstens mal ein bisschen "dummes Frauchen" spielen – das käme immer an.
Technisch geht das so: Gespräche nicht gleich ablehnen nur, weil der Anmachspruch nicht gut rüberkommt, Männer durch Fröhlichkeit anlocken, die guten Eigenschaften im Mann sehen, und auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Warum sollte man die Männer am Baum hängen lassen, bis sie Fallobst werden? Einfach abpflücken – und nicht viel fragen. Reinbeißen, wenn sie noch saftig sind – und beim Alter gilt: Augen zu und durch. "Ein Mann passenden Alters" – ja, warum "passen" denn jüngere Männer nicht? Allerdings, so rät die Freundin: Nicht immer gleich ins Bett gehen – da kriegt man ein schlechtes Gefühl. Lieber den Mann mal einen Tag zappeln lassen und gucken, ob er echt Lust auf dich als Person hat oder nur ein bisschen Sexunterhaltung sucht. Außerdem macht das Katz-und-Maus-Spiel auch viel Spaß.
Wenn ihr nun glaubt, meine Freundin wäre eine 26-jährige Blondine mit DD-Brüsten, habt ihr euch getäuscht: sie ist doppelt so alt, sieht ganz normal aus und ist einfach nur optimistisch über das Leben.
Tut gut, mal so etwas zu hören, nicht wahr?
