Den Partner mal im Freien anketten?
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Sie steht in einer Villengegend an einem Gartentor – die Brüste provokativ gegen die Straße gerichtet, der Rock bis zur grenze der Schicklichkeit hochgezogen – und nur wer genauer hinsieht, bemerkt die Handfesseln, die ihre schlanken Gelenke beinahe wie einen Schmuck umschließen. Die Passanten sind irritiert, gehen am Ende aber weiter. "Sollte man da nicht die Polizei holen?" – ach, lieber doch nicht. Der alte Herr dreht sich noch mal um, sagt zu seiner Begleiterin: "Sollten wir das Fräulein nicht wenigstens mal fragen, warum sie da steht"? Doch seine Begleiterin zuckt die Schultern: "Weißt du, in was du da reinkommst"?

Der Mann im Auto gegenüber hat alles gefilmt – und geht nun zu ihr herüber, nimmt ihr die Handschellen ab und fragt: "Na, wie war es?" Die meisten der Frauen, die sich so haben vorführen lassen, behaupten es wäre "eine tolle Erfahrung" gewesen – jedenfalls, solange ihre Männer dabei sind.

Ja, wie war es denn, oder sagen wir mal – wie ist es? Immer mehr Menschen suchen die Herausforderung, wollen zeigen, dass sie gefährlicher leben können als andere, mehr Schmerz erleiden können oder sich in einer Weise unterwerfen, die anderen als bedrohlich erscheint. Mein Beispiel ist noch harmlos. Auf manchen Waldparkplätzen in England werden mit der Lichthupe Zeichen gegeben: "Hier, meine Frau ist zu haben, kommt nur, und nehmt sie euch". "Dogging" nennen die Engländer so etwas.

Wie weit gehst du? Hindert dich dein Selbstbewusstsein oder dein Stolz, es auch einmal zu probieren? Oder ist es einfach so, dass du sagst: Sex ist Privatsache – das gehört nicht an die Ã-ffentlichkeit?