Der Duft männlicher Unterwäsche

Einer der ältesten und merkwürdigsten Geschäfte mit dem Sex ist der Verkauf des erotischen Aromas, das in weiblichen Höschen eingefangen ist. Der Handel blüht vor allem in Japan, wo die minderjährigen Höschenverkäuferinnen eine traurige Berühmtheit erreicht haben, weil neben Höschen auch noch "enjo koosai" verkauft wurde – eine höfliche Umschreibung für Prostitution. Inzwischen sind die Damen auf den Internethandel ausgewichen, was nicht allen Kunden gefällt – sie vermissen den frischen Höschenduft selbst dann, wenn die Unterwäsche eingeschweißt versandt wurde. In Deutschland läuft dieser Handel im Übrigen eher lau – bei Versteigerungen werden oft nicht einmal die Mindestpreise erzielt.
Der Herrenunterwäschehersteller JBS muss sich wohl gedacht haben, dass Dinge, die gut für den Ganter sind auch der Gans dienen: warum sollten Frauen nicht einmal an Boxershorts und Slips schnuppern? Man wählte für eine Werbekampagne Berufe und Berufungen, die Uniform oder jedenfalls Formalkleidung tragen – ein Dienstmädchen, eine Sekretärin, eine Krankenschwester und sogar eine Nonne. Das kommt bei Männern immer an – oder etwa nicht?
Nun, die Dame im Bild schnuppert am falschen Ende – doch andere Damen wissen offenbar, wo der duft besonders intensiv ist. Die Bilder stehen bei JBS als Screensaver zur Verfügung. Zuerst habe ich es hier gelesen.