erotik

Die Blüte im Park

abgelegt im Archiv Erotikstorys am 31.07.08

Der einsame alte Park wurde kaum noch besucht. Lange Zeit galt er als ein stiller Ort heimlicher Liebespaare, die hier im Sommer inmitten verführerischer Düfte ihrer Lust genossen - doch nun war er ein Platz, den nur noch wenige Menschen kannten, die von der Erinnerung lebten.

Ich saß schon lange Zeit dort und bemerkte kaum, dass neben mir plötzlich eine Frau saß, deren Alter man nur sehr schwer schätzen konnte. Ihre eingeprägten sinnlichen Gesichtszüge verrieten aber jedem, der sehen konnte, dass sie bereits weit in ihren Vierzigern war - mit der reifen Schönheit einer Rose, die vor dem Verblühen steht.
Sie sagte nur einen Satz: "Sie lieben die Blüten und ihre Nektar?" und ich erinnere mich, dass sie den Mund spitzte, als sie das "B" aussprach und sich ihre kleine, freche Zunge zeigte, als sie das "l" formulierte, während sie ihre Lippen beim "ü" zu einem runden, erotischen, offenen Mund formte.

Nachdem ich dies still bejahte, nahm sie ohne weitere Worte ihren Rock hoch und ließ mich eine Szene sehen, die mich faszinierte: Auf ihre Haut waren zwei Kolibris eintätowiert, die versuchten, den Nektar aus der darunter liegenden Blüte zu schlürfen.

Die Blüte selbst bestand aus ihren leicht nach außen gewölbten Lippen, die sich nun langsam öffneten, um den Kelch ein wenig freizulegen. Ich zögerte ein wenig, die Berührung mit meinem Mund zuzulassen, die sie mir wortlos anbot, doch lange widerstand ich der Verführung durch die Vögel nicht. Ich berührte diese wundersame Blüte zuerst nur leicht, doch als sich der Kelch öffnete, konnte ich nicht umhin, ihrer Schönheit Tribut zu zollen und ihren Wünschen zu folgen. Sie nahm meinen Kopf fest in die Hände, sodass meine Lippen heftiger mit der schönen Blüte in Kontakt kamen und ich kann wohl sagen, dass ich Gefallen daran fand. Die Blüte zog mich so an, dass ich nur noch ihrem Streben folgte - und ich spürte bald, wie der Nektar zur Belohnung in meinen Mund rieselte.

Der Druck auf meinen Kopf ließ nach, und ohne ein weiteres Wort strich sie ihren Rock wieder glatt und stand auf.
"Ich muss gehen - bitte folgen Sie mir nicht", sagte sie schnell aus einem rötlich angehauchten Gesicht, dass sie nur noch schöner erscheinen ließ.

Ich sah ihr noch lange nach, trocknete meine Lippen und ging durch die verwahrlosten Hecken zurück in die Stadt, in der die Büromädchen gerade ihre Brüste sonnten und über den alten Herrn kicherten, der versonnen lächelnd durch die Straßen schlenderte, ohne sie eines Blickes zu würdigen.



Permalink: Die Blüte im Park

Tags: erotikgeschichte  blüte  lippen 

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