Die Emanzenenkel pfeifen auf Por-No

Die Zeitschrift "Emma" hat gerade eine neue Diskussion angepfiffen: Por-No, dritte Auflage. Also, Frauen, aufgepasst: Keine Stöckelschuhe, keine Tangas, nicht bauchfrei und auch sonst nichts mehr, was Männer lockt – ist alles Por-No. "Richtige" Pornos sind sowieso Por-No-No wegen igitt und Frauenhass und sonstigen Müll, den die Moralinfrauen gerade auskippen.
Was wirklich passiert? Ein Generationenkonflikt. Die Großmütter und Mütter begreifen nicht, warum ihre Enkel so ganz anders gestrickt sind. Hatte nicht die Großmama damals ihren BH weggeworfen und Schlabberkleider zu Jesuslatschen getragen? Männer hat sie – zumindest zeit- oder teilweise – schon gar nicht mehr ins Haus gelassen, sondern mit Frauen Tee geschlabbert und sich klammheimlich ein bisschen in die Frauenliebe einweisen lassen. Töchterchen hat dann wieder angefangen, sich zu schminken, auf High Heels zu stolzieren und ein Korselett zu tragen und Partnertausch, Seitensprünge und ein bisschen BDSM probiert.
Nun kommt also die Enkelgeneration auf der Bühne des Lebens – und was macht die? Por-No? Nö, Por-Yes, so, als ob es gar nichts wäre. Digitalkamera, Video, Internet – alles, was benutzt werden kann, wird auch benutzt. Mal sind es nur sexy Posen, mal fällt der BH und dann und wann auch das Höschen: seht, wie schön und sexy ich bin, sagen die Enkelinnen – und bekommen dafür Beifall von gleichaltrigen Frauen und Männern – und die Emanzengroßmutter schmollt.
Was meint eigentlich ihr? Por-No oder Por-Yes? Ich bin gespannt.
Ich meine Por-Yes.
Aber so gut sieht die nicht aus, da kann man sich das nochmal überlegen.
Igor
Ach Igor,
schön, dass du mir schreibst, aber ich musste doch hier eine “starke Frau” als Foto nehmen. Starke Frau – bisschen bi – macht die das nicht Lust?
Dein Géza