Die jungfräuliche Hure oder wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Der Weg in die Prostitution in Ägypten ist nicht mehr so wie früher: die jungen Frauen tun es einfach – genau wie ihre Schwestern im Westen. Dabei ist es auch im Orient nicht mehr die "typische Hure", die man schon an der Art erkennen konnte, wie sie lachte, redete, ging, sich kleidete und ihr Make-Up trug – heute sind es "ganz gewöhnliche Frauen". Eine Bordellbetreiberin sagt es klar: Von der Schülerin über die Studentin bis hin zu verheirateten Müttern hat sie etwas für alle Bedürfnisse – und dann wird sie prosaisch: " der Weg zwischen Sehnsucht und Realität geht über einen Frauenkörper".
Ein Bedürfnis allerdings muss der Kunde zumeist aussparen: gewöhnlichen, vaginalen Geschlechtsverkehr. Der ist bei den unverheirateten Frauen für den späteren ehemann reserviert – und so kommt es, dass 80 Prozent der ägyptischen Prostituierten nach Medienberichten medizinisch intakte Jungfrauen sind.
Der Grund für den Dienst im Gewerbe ist natürlich Geld – aber auf orientalische Art: "Wenn du arm bist, kannst du nur einen armen Mann heiraten", sagt eine der Frauen, "aber wenn ich nach ein paar Jahren reich bin, kann ich auch reich heiraten".