Die MILF macht in den USA Karriere

Früher war Lolita einmal ein Name. Dann wurde aus Lolita eine Romanfigur, und aus ihr dann im Sprachgebrauch eine verführerische Kindfrau – sie benimmt sich "lolitahaft" heißt es dann.

Auch Abkürzungen können karriere machen – jetzt zum Beispiel die Milf. Die Milf? Ja die MILF, auch milf geschrieben und wegen des Buchstabens "f" im Namen auch kein feines Wort – weniger vulgär also: "Mütter, mit denen man Sex haben möchte", wobei das "Mütter" nur für den Sprachgebrauch von Gymnasiasten gilt: Eigentlich sind reife Frauen gemeint – solche, für die Sex "schneller Zugriff" bedeutet und nicht "verdeckte Beschattung".

Doch trotz des bösen "f" schleicht sich das Wort nun in die Sprache ein: "Also, ich meine, seine Mutter ist ziemlich milfig", habe ich gerade gelesen, was auf deutsch dann soviel heißt wie "ziemlich mannstolll". In den USA ist man da schon weiter: "Milfigkeit" ist eine Eigenschaft, Milfologie die Beforschung der Spezies – und vieles andere mehr, was sich so nicht übersetzen lässt – oder was nicht gut klingt: "Milfantastisch" zum Beispiel.

Also, wenn ich mich mal als Milfologe outen darf: Reife Frauen sind einfach fantastisch. Sie zicken nicht herum und fragen nicht viel, sondern handeln einfach – und vor allem erzählen sie nicht überall herum, wen sie mit ins Bett nehmen. Ich hätte euch gerne einen anderen Film gezeigt -aber meistens sind MILF-Filme so heftig, dass ich sie hier nicht zeigen kann.

Was hattet ihr von reifen Frauen?

Foto: Szenenfoto