Die Muschi zum Betasten und Begucken

Jede Frau sollte eine Glücksmuschi haben – meint die Wiener Malerin Monika Herschberger – denn sie sieht in den "Muschis" das Urbild der Weiblichkeit. Das Material, so die Künstlerin, entscheidet mit, wie das Ergebnis letztlich aussehen wird – und so entstehen aus allerlei Naturmaterialien wie beispielsweise Stroh, Fel und Federn dann wundersame weibliche Grotten – unter anderem "Hexenmuschis, freche Früchtchen und Zimtzicken".
Gemeinsam mit der Fotografin doris Laura Heneis, die eine Art "Muschi-Box zum Betasten" und andere Exponate präsentiert, geht sie jetzt auf eine Muschi-Tour. Der erste Halt der beiden Künstlerinnen ist dabei das Biron-Museum in Wien, wo ihre Ausstellung "Muschis on Tour", die heute, am 24. Oktober 2007 eröffnet wird.
Dass auf den Namen "Muschi" nicht nur Kätzchen, sondern auch die Vagina getauft wurde, ist kein Zufall, denn in vielen Sprachen wird die Katze mit ihrem süßen rosa Schnäuzchen als Synonym für den Ort weiblicher Lust verwendet. Heute ist der Ausdruck "das Kätzchen", der von den "Barrison Sisters" im Berliner Wintergarten um 1900 strapaziert wurde, so gut wie verschwunden. An seine Stelle ist die "Muschi" getreten – so ziemlich der liebevollste unter den vielen Namen, die der Vagina je gegeben wurden.
Foto: © 2007 by Doris Laura Heneis