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von Géza Generös am 29.11.07

Wen ihr so etwas für das Internet schreiben wollt: Presst alles noch viel mehr zusammen. Internet-Leser wollen nichts ausdrucken. Online lesen - fasziniert sein - vergessen. Wichtig ist, den Leser bei der Stange zu halten, seine erotische Fantasie zu beheizen - und ihn so zu begeistern, dass er die Sinnlichkeit, Geilheit oder auch Furcht möglichst so erlebt, als wäre er selber dabei gewesen.
So könnte eine einleitung für eine Kurzgeschichte aussehen: "Sie saß da, als würde sie gar nichts interessieren - ernst, korrekt und damenhaft. Doch die Art, in der sie durchs ihr rosa schimmerndes Blondhaar strich, sprach eine andere Sprache - nicht zu reden von ihren Augen, die mir immer dann sehnsuchtsvolle Blicke schenkten, wenn ich gerade wegsah, und die sich plötzlich abwandten, sobald ich mich ihr zuwandte. Ich wünschte, ich hätte weniger getrunken ...".
Dies ist eine Geschichte, die sie in viele Richtungen entwickeln lässt. Ein Flirt beginnt - aber offenbar mit einem Handicap: Er hat zu viel getrunken - was wird er tun? Wie wird sie reagieren? Wo werden sie hingehen, was werden sie dort tun? Ihr seht: Je offener ihr die Einleitung haltet, umso mehr Varianten gibt es, die Geschichte fortzuführen. Ich bin gespannt, was ihr daraus macht. Nächsten Donnerstag schreibe ich euch etwas darüber, wie man Ideen zu solchen Geschichten bekommt.
Permalink: Erotische Geschichten im Internet schreiben
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Wong
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Kommentar von:
fremdgegangen
(03.12.07 18:05 Uhr)
Kommentar von:
géza
(04.12.07 0:01 Uhr)
Hallo Marvin,
schön, dass du dich hier meldest. Mit „selbst erlebten“ Geschichten ist das so eine Sache, weißt du – das ist wie beim Schneider: ein guter Schneider macht aus einem schlechten Stoff doch noch einen guten Anzug, ein schlechter Schneider verhunzt sogar einen guten Stoff. Mit dem „Vormachen“ ist es auch ein bisschen schwierig – wenn du einem Schneider ein paar mal zugesehen hast, heißt das noch nicht, dass du gleich ein Abendkleid schneidern kannst. Na ja und drittens – bei Vorbildern soll man immer nur das Beste nehmen – und das wäre meiner Meinung nach „echte“ Literatur.
Grüße an Dich
Géza
schön, dass du dich hier meldest. Mit „selbst erlebten“ Geschichten ist das so eine Sache, weißt du – das ist wie beim Schneider: ein guter Schneider macht aus einem schlechten Stoff doch noch einen guten Anzug, ein schlechter Schneider verhunzt sogar einen guten Stoff. Mit dem „Vormachen“ ist es auch ein bisschen schwierig – wenn du einem Schneider ein paar mal zugesehen hast, heißt das noch nicht, dass du gleich ein Abendkleid schneidern kannst. Na ja und drittens – bei Vorbildern soll man immer nur das Beste nehmen – und das wäre meiner Meinung nach „echte“ Literatur.
Grüße an Dich
Géza
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Da steht die Story schonmal fest und man muss sich nur noch Gedanken darum machen, wie weit man es ausschmückt.
BTW gibt es da genügend Sexblogs, die es erfolgreich vormachen, wie man schöne erotische Geschichten schreiben kann.
MfG Marvin