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von Géza Generös am 31.01.08

Die meisten Frauen beschreiben ihre Gefühle ebenso wild wie blumig: Anne Félix schildert nur eine Statue, aber so, als wäre sie eine lebende Frau: "Aus dieser üppigen Fälle trat das wie geöffnete Geschlechtsteil. Die großen Schamlippen streckten sich zu beiden Seiten dick und lang ... Sie streckte sich hin mit einer obszönen Gebärde, wie die Blätter einer fleischfressenden Pflanze". Almudena Grandes (Lulu) beschreibt die lustvollen Empfindungen, als ein Mann sie intim küsst: "Ich konnte nicht anders, ich musste mich bewegen, mich krümmen, meinen Körper ihm entgegenstrecken. Mich anbieten, um mir nicht die kleinste Nuance entgehen zu lassen".
Wer als Mann schreibt, kann dies natürlich so tun: "Ich fühlte, wie sie plötzlich einen Entschluss fasste: ja, sie wollte es wirklich. Sie krümmte sich, streckte ihren Körper in meine Richtung, bot sich an wie jemand, der jetzt alles will - alles." Dann kannst du dich wieder den Gefühlen widmen, die du kennst - und beschreiben, wie der Mann nun den Moschusgeruch empfindet, der nach und nach in seine Nase steigt.
Ihr seht: Eigentlich ist es ganz einfach. Wie immer muss man "nahe herangehen" (das hatten wir ja schon) und glaubwürdig die aufkeimende oder überbordende Lust beschreiben - so, wie man sie eben am anderen Geschlecht erlebt hat.
Zitate:
Anne Félix "Die Nackte von Ozymandias"
Almudene Grandes: "Lulú"
Permalink: Erotische Gschichten: Das andere Geschlecht
Tags:
erotische
geschichten
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