Für Frauen immer noch fast lustlos – Erotikmessen

Habt ihr schon mal eine Erotikmesse besucht, auch "Sexmesse" genannt? Nun, ich war dort schon öfter, denn es ist immer wieder ein Ort der inspiration – aber leider auch einer, an dem einem alles begegnet, was man nicht sehen möchte: Pornografische Filme schlechter Qualität und mit Titeln,, deren man sich schämt und die auffällig oft Ausdrücke wie "geile Sau" enthalten. Mal ehrlich: Damit werden Paare und weibliche Kunden abgeturnt – und die silikonunterlegten Superbusen, mal auf Plakaten, mal auf DVDs und mal lebendig vorgeführt, sind auch nicht unbedingt das, was Frauen wollen.
Ach, ihr Messemacher und Messebeschicker: Es mag ja sein, dass ihr euer Publikum unter den "geilen Säcken" sucht. Aber wäre es nicht intelligenter, schöne Stände mit Dessous, Lack und Leder einzurichten? Mit BDSM-Zubehör, das man nicht überall findet? Auf zwei Messen, auf denen ich war, gab es nicht einen einzigen Aussteller, der schöne britische Korsetts im Angebot hatte, aber dafür Schmuddelstände, die so hässlich waren, dass man auf manchem Wochenmarkt schönere findet.
Die wenigen Frauen, die auf den Messen als Besucher sind, suchen doch ganz gezielt nach Klamotten, die es nicht überall gibt, nach tollen Vibratoren zum Anfassen (das kann man sonst fast nirgendwo) und sonstigen Teilchen, bei denen die Augen leuchten. Aber die fehlen größtenteils.
Wer wirklich mal sehen will, wie Frauenaugen zu flackern beginnen und die Bäckchen sich röten, muss warten, bis ein Männerstrip kommt – da kleben die Augen an Muskeln und Penis, selbst dann, wenn er nur für Sekunden zu sehen ist.
Was bleibt den meisten lustvollen Frauen? Richtig – der Versandhandel, wie beispielsweise im Adultshop. . Bei dem werden sie wenigstens nicht mit schweinischen Äußerungen konfrontiert.