Huren sind die beste Sextherapie
Mal war sie beliebt, mal war wurde sie verachtet: die sogenannte Surrogattherapie. Denn eigentlich bedeutet sie dies: Eine Hure zeigt dem Klienten, wo es sexuell langgeht – und der Therapeut sorgt dafür, dass der Klient das, was er von der Hure gelernt hat, dann auch bei einer nicht käuflichen Partnerin anwenden kann.
Jetzt ist die Sache wieder populär geworden: Dr Brian Hickman, der die Therapie nach wie vor durchführt, berichtete gerade auf einer Konferenz der Sexualtherapeuten von einer Erfolgsrate von 95 Prozent.
Na bitte – wussten wir nicht immer, dass Huren die besten Therapeuten bei Sexfragen sind? Die Hauptgegner der Surrogattherapie waren übrigens schon zu Beginn dieser Sextherapieform außer den durchweg konservativen Kolleginnen und Kollegen vor allem kirchliche Kreise sowie der übliche Klüngel aus Konservativen und Frauenrechtlerinnen.
Der Zugewinn an Lebensfreude bei den Klienten war den Kritikern dabei ziemlich wurscht – Hauptsache, das Weltbild blieb erhalten – und das heißt: Huren sind pfui Teufel.
