Keine Nacktheit – nackte Intimität

Jemand hat mit letzte Woche gesagt, dass weibliche Nacktheit hier gar nicht so gefragt ist. Also bin ich in mich gegangen (aschermittwoch ist ja eine prima Gelegenheit dafür) und wurde fündig – na also: Dieser Fotograf sagt seinen Modellen nämlich nicht, dass er mehr Brüste vor die Linse kriegen will, sondern dass sie mal ihre Fantasie spielen lassen sollen – möglichst natürlich die Intimste, die sie gerade haben. Er meint, das wäre der "der beste Weg um natürliche Gesichter und echte Emotionen zu bekommen".
Auf die sind wir natürlich gespannt, wenn nacktes Fleisch allein den Appetit verdirbt – und siehe: Die Frauen, die gar nicht nackt sein sollen, sind dann noch viel Nackter als die, deren Auftrag darin besteht, nackt zu sein.
Wie erklärt der Fotograf Tilt dieses Paradoxon?
Nun, er meint, dass Frauen vor seiner Kamera endlich mal die Hemmungen weglassen, dass sie sich "selbst mit ihrem Freund nicht (trauen) ihre volle Weiblichkeit auszuleben". Was er dazu braucht, damit sie es bei ihm tun? Nichts außer der Kamera, High Heels und Kaugummis. Äh – Kaugummis?
Wer da mehr wissen will, muss schon in ART nachlesen.
© am Foto oben: tilt, 2008