Männermode und Peitschenhiebe

Bei der Männermode auf dem Laufsteg kommt mir immer wieder der Gedanke: zu sanft, zu weiblich, zu bizarr. Selbst gute Ansätze verkommen durch betont schwul wirkende Models noch zur Farce – nach dem Motto: Wenn der da in dem Outfit schwul wirkt, könnte ich auch schwul wirken.

Tatsächlich erinnern ein paar der Klamotten, die John Galliano auf den Laufsteg brachte, eher an Hühnerhof – aber dann – oh Wunder – ließ er plötzlich ein paar Herren in Badehosen auftreten, die ganz offensichtlich den Eindruck vermitteln sollten, zuvor in einer Folterkammer gewesen zu sein – harte Männer, von einer Domina bis aufs Blut traktiert?

Männer mit Wunden, Männer, die einen Kampf bestanden haben, aber auch Männer, die nur ausgepeitscht wurden und dabei bewunderungswürdig standhielten, sind nicht nur Hollywood-Futter, sondern auch Augenfutter für manche Frau in Deutschland – wenn sie mal einen in die Finger kriegen würde – einen richtig Knackigen, keinen Weichling, dann würde sie ihn – ja was denn nun? Mal richtig aufs andreaskreuz spannen und den Rohrstock oder die Peitsche so lange die nackte, schwitzende Haut küssen lassen, bis der Mann um Gnade winselt? Und dann?

Was meint ihr?

Foto (Ausschnitt) © 2008 by Marcio Madeira

Via: Bizarre Magazin