Masturbieren – lustvoll und gesund

Irgendwie hat die BILD-Zeitung gerade ausgegraben, dass man seit 35 Jahren ohne Scheu Hand an sich anlegen darf: Damals wurde die Schrift "Menschliche Sexualität", von der "American Medical Association" herausgegeben – und sie sah keinerlei Grund, Menschen am onanieren zu hindern. Doch damit machten sie sich nicht nur Freunde – denn hatte nicht Thomas von Aquin die Masturbation als eine schlimmere Sünde bezeichnet als die Hurerei?
Insbesondere die konservativen Kirchenkreise sehen Masturbation auch heute noch als Sünde an, und noch 1994 musste die Leiterin des staatlichen US-Gesundheitsdienstes, Dr. Joycelyn Elders zurücktreten, weil sie vorgeschlagen hatte, Informationen über die Masturbation und en US-Schulunterricht einzuführen.
Dabei tut das lustvolle Händchen allen gut – es tröstet den Single, heizt die Bereitschaft der Geliebte an und erfüllt nicht selten ihre Lust, wenn der Mann schon ermattet zusammengesunken ist.
Seit es das Internet gibt, geistern merkwürdige Geschichten über die "Keuschhaltung" von Mädchen und Jungen, aber auch erwachsenen Frauen und Männern durch das Internet – die meisten davon sind Fehlinformationen von Witzbolden, die damit das amerikanische Keuscheitsprogramme karikieren wollen. Eigenartig ist aber, wie viele Anti-Onaniergeräte für Männer ("Männer-Keuschheitsgürtel") gegenwärtig angeboten und auch verkauft werden, während die Nachfrage nach Keuschheitsgürteln für Frauen offenbar nachlässt.
Der beste Witz über das Onanieren ist sicher der: "Was ist der Vorteil vom Dating gegenüber dem Onanieren?" Die Antwort: "Man lernt mehr Leute kennen". Aber die Frauen und Männer, die regelmäßig onanieren, wissen auch dies – wer selbst Hand anlegt, kann seinen Genuss genau dosieren.
Mehr: in englischer Sprache (seriös)