Nischenmarkt: Lesbische Pornos gehen hart zur Sache

Wenn Männer an lesbische Liebe denken, dann denken sie an das, was sie aus billig produzierten Pornos kennen: Eine Girl-Girl-Szene muss immer dabei sein, in der sich die Damen mit schweinchenrosa Haut und Silikonbrüsten gegenseitig belecken, befingern und auch mal mit Spielzeugen verwöhnen – zärtlich, versteht sich und meist mit abgewandtem Gesicht – denn mangels schauspielerischer Kunst oder echter Geilheit würde man den Gesichtern sonst ansehen, wie sich die Darstellerinnen langweilen.

Die Sache hat inzwischen eine andere Dimension bekommen: Es gibt durchaus Nischenmärkte, in die echte lesbische Pornografie verkauft werden kann. Zur Überraschung mancher Männer und bestimmt vieler Frauen ist diese Pornografie alles andere als sanft, sondern wild, fordernd und hart. Die Verführerinnen ziehen dabei alle Register – und die verführten werden zu einer lustvollen Wonne gebracht, die ihnen den Atem raubt. Szenenüblich sind schnelle, unkomplizierte Begegnungen an der Tagesordnung – ähnlich wie in vergleichbaren Filmen mit männlichen Homosexuellen. Auch die Praktiken reichen weit über das hinaus, was man gemeinhin unter "lesbischer Liebe" versteht, denn auf das Finger- und Zungenspiel folgen oft Faust-, anal- und Extremdildospiele. Frauen, die diese Filme gesehen haben, bestätigen, wie erregt sie waren – vor allem von der echten Leidenschaft, dem echten Schweiß – und nicht zuletzt den echten Orgasmen.

Fotos: aus dem Film "Crashpad" der pink & white produktion