Pornoschock in Norwegen? Ja, alle Jahre wieder

Ein Pornoschock in Norwegen? Junge Mädchen, die volltrunken Sex haben, dabei gefilmt werden und sich später an kaum etwas erinnern können? Ja, so ungefähr. Denn alle Jahre wieder finden in Norwegen die "Russ" statt: Junge Leute hauen vor dem abitur so auf den Putz, dass er schon mal herunterfällt – denn "Russ" das bedeutet: Ganz viel saufen, jede Menge Sex, betont schlechtes Benehmen und laute Musik – so dass kein Augen trocken bleibt.

Die Sache ist so: man mietet einen Bus samt Chauffeur, der mit röhrenden Musikanlagen bestückt und überall geparkt wird, wo es auffällt. Russ-Teilnehmer bekommen Aufgaben, für die es Punkte gibt – und dazu gehört auch, Sex an ungewöhnlichen Orten zu haben.

Wenn Russ in der Presse ist – und das ist Russ jedes Jahr – fällt auch der Name Thomas "Rocco" Hansen, Norwegens einziger Pornoproduzent. Er ist dafür bekannt, mit Abiturientinnen zu arbeiten, die er jedes Jahr mit Leichtigkeit dazu bringt, in seinen Filmen mitzuwirken. In diesem Jahr soll manches anders sein: Erstens ist "Rocco" mit einer gewissen Vanessa liiert – und zweitens hat Filmemacher Joe Sullivan zwei Jahre lang einen Dokumentarfilm gedreht. Der Trailer wird in Norwegen überall (auch in der seriösen Presse) verlinkt. Hier drei Beiträge zum Thema:

Pressebericht (Norwegisch)
Dokumentarfilmkritik (Norwegisch)
Filmfreunde-Beitrag (Englisch)