Schmerz, BDSM, Humor und Schönheit – der Herr Buchta

Thomas Buchta, der sich im Internet auch der "Herr Buchta" nennt, ist eine Ausnahme unter den Fotografen, denn es geht über die klassische Fotografie bei Weitem hinaus, um in die Gefilde der Malerei vorzudringen. Überhaupt ist der Herr Buchta ein Schelm – man kann ihn nicht einfach einordnen, abstempeln und archivieren. Ist er ein Fetischfotograf? Ja, manchmal. Einer der Hardcore-bdsm-Fotografen, die den Schmerz pur darstellen wollen? Ja, auch – und dabei beringt er sogar noch Bilder aus dem christlichen Bereich, die der Herr Pfarrer besser nicht ansehen sollte.
Aber dann – ja dann sind seine Bilder wieder wunderschön – manchmal ein bisschen romantisch, dann wieder etwas kitschig. Seine Porträts zeugen von Darstellungskraft und Fantasie – das sind keine billigen Ablichtungen von Personen, keine aufgeblasenen Passfotos und keine weich gespülten Bilder für den Schreibtisch. Aber was letztlich am besten gefällt, ist stets der kleine Kick in die Frechheit, in den oft hintergründigen Humor.
Der Humor begegnete mir vor allem dort, wo ich ihn gar nicht erwartete – auf der SM-Seite. Eine Orange ist eben nicht nur eine Orange.
Bild oben: © 2007 by Thomas Buchta
Homepage Herr Buchta
Via unscathed