Stell dir vor, es ist EM und die Huren langweilen sich
© Yves Lorson

In Ã-sterreich gibt man sich anlässlich der Fußball-EM gelassen, jedenfalls, was die huren betrifft. Vergleicht man die Situation mit der, in die Deutschland zur Fußball-WM gebracht wurde, dann ist das Thema sterbenslangweilig. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass sich die Schweden überlegt haben, ob sie im angeblichen Sündenpfuhl Deutschland überhaupt Fußball spielen wollten – wo doch angeblich 40.000 "Sexsklavinnen" aus "Ostblock-Ländern" erwartet wurden. Damals hat jede Organisation, die sich ein bisschen wichtig tun wollte, darüber geredet.

Und heute? Die Fußballfans werden in Ã-sterreich einfallen wie die Fliegen, in den Straßen Fahnen schwenken, Siege und Niederlagen mit reichlich Heurigem begießen und dann allein ins Bett fallen – viel Geld bleibt ihnen zumeist ohnehin nicht übrig.

Und die Huren? Lächerliche 420 Damen werden voraussichtlich ganz Salzburg bedienen – einheimische Stammkunden und Provinzonkel eingeschlossen. Viel erwarten die Huren und Bordellbetreiber also nicht von der EM – und selbst ein ranghoher städtischer Beamter meinte, bei einem "guten Messegeschäft" sei mehr drin als bei der EM.