Verbietet Sex – damit es mehr Sex gibt

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Wenn Forscher so gar nicht weiter wissen, dann quatschen sie Opern: von "heimlich wechselseitiger Anziehung der Geschlechter in Literatur, Operette und Oper" wird dann schwadroniert – und natürlich davon, dass uns heute "überall Sex" entgegenkommt.
Zu lesen soll das alles im Magazin "Gehirn und Geist" sein" – schreibt die ZEIT – und erinnert ein bisschen an Großvaters Sexgeilheit: "Offensichtlich besaßen gerade die unerfüllten, oft verbotenen oder tabuisierten sexuellen Wünsche und Bedürfnisse eine große Triebkraft.", was übersetzt heißt: "Wenn Sex verboten ist, machen es die Leute gerade".
Ja, liebe Freunde, und was nun?
Erstens wissen wir, dass die Schöngeister immer alles anders wollen – nicht selten sind sie in die Gedankenwelt des vorvorigen Jahrhunderts tief eingewoben – und deshalb passt ihnen die ganze Richtung nicht. Zweitens hat die Psychologie zu allem etwas zu sagen – ob sie nun etwas zu sagen hat oder nicht und drittens hat es diese Art von Wissenschaft leicht: sie kann erstens viel behaupten, und kann sich immer fein herausreden, wenn es zu Lösungen kommt: "Nicht zuständig".
Außerhalb der Studierstuben sind die Leute allerdings immer noch geil aufeinander, haben ONS und feier wilde, ausschweifende Sexorgien. Aufhänger für die Gehirngeister war übrigens eine Studie der Universität Göttingen, bei der herauskam, dass Paare in "festen Beziehungen" nicht so viel Sex hatten wie sich die Forscher sich das gewünscht hatten. Das mag alles sein- doch gerade in festen Beziehungen sollte das "Tabu Sex" ja wohl weggefallen sein.
Jedenfalls fordern die wackeren Kämpfer nun, dass man Sex wieder tabuisieren sollte – dann käme die Lust schon zurück. Wundert euch also nicht, wenn demnächst ein Abgeordneter im Bundestag ein Sex-Verbot fordert: Er tut es für euch alle – damit ihr mehr Sex habt.