Würden Frauen für Sex bezahlen?

Neulich hat meine Schriftstellerkollegin Sybille Berg noch ebenso heftig wie polemisch behauptet, Frauen würden keinen Sex kaufen. Doch wenn ich mich so durch das Web wühle, wird mir klar, dass Frauen die Sache etwas anders angehen als Männer:

- Wenn schon ein Mann, dann einer vom Begleitservice, der einen verbal, emotional und körperlich verwöhnt und nicht einfach jemand, dem man 100 Euro für den richtigen Gebrauch seiner Genitalien in die Hand drückt

- Wenn es die Illusion von Liebe sein muss, dann begibt man sich 14 Tage in die Hände eines strammen Mannes aus der Karibik oder aus einem afrikanischen Land, das für seine Strandgigolos bekannt ist – das kommt im Übrigen pauschal noch billiger.

- Wenn Frauen bezahlen, dann nach dem Lustgenuss – und möglichst nicht in bar. Der Austausch "Erst Geld – dann Sex" erscheint den meisten Frauen als grausige Idee. "Erst Sex, dann ein Geschenk" geht aber – Uhren und Goldketten sind da nicht schlecht.

- Für Lau: Im Internet bei einer seriösen Webseite anmelden, jüngere Männer kontaktieren und sich von ihnen schön verwöhnen lassen – bei Gefallen freut man sich auch hier über kleine Geschenke.

Insgesamt: Frauen würden kaum in offizielle Bordelle gehen, auch nicht, wenn es welche gäbe. Aber sie werden immer bereiter, sich einfach einmal lieben zu lassen – koste es, was es wolle.