Warum zahlen Frauen nicht für Sex?

Eine einfache Frage, an eine Frau gestellt: "würdest Du für Sex bezahlen". Ich höre schon, was die feinen Damen da draußen in den Einkaufszentren sagen würden: "Von das habe ich doch nicht nötig" (mit einem so langen "a", wie ich es gar nicht schreiben kann und mit scharf betontem "ich") – wenn sie dem fragenden Journalisten nicht gleich eine schallert.
Also – und bitte, mal ehrlich: Warum eigentlich nicht?
Eine Antwort wäre: "Nö du, ich finde immer genügend Frischfleisch – ich erzähl dir mal, wie ich das mache" – so ungefähr sagte es mir Susi Darling – und Mama Lou lächelt bei solchen Themen sowieso immer so hintergründig: "Wer sagt dir denn, Géza, dass wir nichts dafür bezahlen"?
Also – wie auch immer – es mag Gründe geben: Sieben davon nennt eine New Yorkerin, und zwei davon verrate ich euch: "Ich mag eben Männer – und die einzigen Anbieter, auf die ich Zugriff habe, sind Frauen", und Nummer zwei: "Männer beherrschen die Rolle, Sex zu kaufen – ich beherrsche sie nicht".
In der Tat ist es den meisten Frauen fremd, "Geld gegen Sex" zu geben – deswegen funktioniert auch das Geschäftskonzept der Bordelle für Damen nicht – aber sich einen jungen Mann zu halten, der einem ab und an den Hengst macht – das funktioniert schon – und so ein großes Geheimnis ist es un auch wieder nicht, dass sich betuchte Damen ihre Gigolos an den Stränden bestimmter Urlaubsgebiete kaufen – ziemlich preiswert, im Übrigen. Bei Männer ziehen die feinen Damen dann das Näschen kraus und sagen: "Pfui, Sextourismus" – nun ja, es sei denn, sie täten es selber – dann ist es eine "Urlaubsbekanntschaft".