Wenn die Liebe durch den After gehen soll

Literatur kann ganz schön nüchtern sein: Der aufregende Moment, in dem ein Mann sich anal entjungfern lässt, liest sich dann so: "Ich stellte mich hinter seinen Po, der mir hoch entgegengestreckt war, und rammte den ledernen Dildo mit einem Stoß in ihn herein".
Diese Stelle im Buch ist Blödsinn – wie überhaupt der ganze Roman. So etwas darfst du nie machen – denn egal, ob dein Mann die anale Lust lernen will oder ob du ihn im Rollenspiel "total beherrschen" sollst: Wenn die Liebe durch den After gehen soll, muss dieser sehr sorgfältig darauf vorbereitet werden.
Das kann durchaus im Rahmen einer Verführung passieren. Ich habe ja gestern schon geschrieben, dass der erste Versuch stets mit dem dick mit Gleitmittel beschmierten Finger erfolgen sollte – darin hast du genügend Gefühl. War dein Mann schon mal bei einer Prostatauntersuchung, dann kennt er die Prozedur – aber es ist ein gewaltiger Unterschied für ihn, ob er auf der Liege des Männerarztes liegt oder ob es dein liebender Finger ist, der sich Eintritt verschaffen will. Den ersten Genuss verschaffst du ihm, wenn du seinen Schließmuskel überwindest, den zweiten, falls du die Prostata triffst – wenn nicht, ist es vorerst gar nicht schlimm, denn er hat einen weiteren lustvollen Moment, wenn du den Finger wieder herausziehst. Wenn er, wie so viele Männer, dabei Lust empfindet, versuchst du es das nächste Mal mit einem kleinen Dildo – dann mit einem größeren und schließlich mit einem sogenannten Strapon – und immer, immer mit viel Gleitmittel.
Für Anfänger sollte ein Analdildo niemals einen Durchmesser von mehr als 1,5 bis 2,5 Zentimeter haben – und auch dann gilt noch: erst zart und später vielleicht einmal hart. Sieh dir dies mal an: Das könnte "ihm" so passen.
Zitat aus: Gigi Martin: Die Herrin. Ikoo 1988